Sicher am Berg

Nichts beeindruckt und erfreut das Herz mehr als eine schöne Wanderung in der Natur. Wenn dann noch der eine oder andere Gipfelsieg dabei ist, umso schöner! Damit das Bergabenteuer gut und sicher vonstatten geht, sind allerdings ein paar Vorsichtsmaßnahmen geboten...

Tipps für die perfekte Wandertour

- Die Strecke vorher planen

Mal einfach so dahin wandern klingt nett, ist aber nicht sinnvoll. Es ist wichtig, dass Sie sich im Vorhinein über das Gebiet und seine Gegebenheiten informieren, Ihre Strecke vorher festlegen. Wird es steil? Steinig? Brauchen Sie zusätzliche Ausrüstung? Sollten Sie für die Strecke schwindelfrei sein? Wie viel Kondition brauchen Sie? All diese Faktoren müssen im Vorfeld abgeklärt werden, damit Sie Ihre Wanderung in vollen Zügen genießen können.

- Niemals alleine auf den Berg gehen

Suchen Sie sich eine Begleitung – und wenn das nicht geht, dann teilen Sie Ihren Streckenverlauf ganz genau jemandem mit. Erstens ist es schön, zu zweit oder in der Gruppe zu wandern, und zweitens sollten Ihre Spuren immer nachvollzogen werden können. Das ist auch der Grund, weshalb es ein Gipfelbuch gibt – eintragen nicht vergessen!


- Handy dabei haben ist oberstes Gebot

Ja, am Berg gibt´s Empfang und der ist auch manchmal wirklich notwendig: Im Falle einer Verletzung, wenn Sie sich verirrt haben oder die Kräfte massiv schwinden, können Sie so um Hilfe bitten. 
 

- Hunger und Durst sind keine guten Wanderbegleiter...

Packen Sie genügend Proviant ein – schon so einige Bergtouren mussten abgebrochen werden, weil die Kraft gefehlt hat. Sie machen Sport über mehrere Stunden, vergessen Sie das nicht. Ihr Körper braucht nachhaltige Ressourcen und viel Flüssigkeit!

  

- Die eigene Kondition richtig einschätzen

Auch wenn Sie fit und frohen Mutes sind: Eine Bergwanderung kann anstrengend und fordernd sein. Fangen Sie daher mit einer Tour an, die Sie leicht bewältigen können. Beim nächsten Mal können Sie Länge und Schwierigkeitsgrad dann steigen, wenn Ihnen danach ist. Und: Machen Sie genügend Pausen dazwischen, am Besten um gleich dabei etwas zu trinken!

  

- Ach schau, die lieben Kühe...

Kühe auf der Alm wirken idyllisch und sind auch meistens wenig beeindruckt, wenn Wanderer vorbeigehen. Handelt es sich aber um Mutterkühe, dann verteidigen sie verständlicherweise ihren Nachwuchs. Daher gilt: Generell Abstand halten, aufs Streicheln verzichten und respektvoll in großem Bogen vorbei gehen. 

  

- Gewitter am Berg – was tun?

Ein Gewitter am Berg kann lebensgefährlich sein! Prüfen Sie vor Ihrer Wanderung immer den Wetterbericht und gehen Sie kein Risiko ein. Sollten Sie merken, dass sich etwas zusammenbraut, kehren Sie wenn möglich um ins Tal bzw. suchen Sie schnellstmöglich eine nahegelegene Schutzhütte mit Blitzableiter auf. Wenn Sie tatsächlich ins Gewitter hinein kommen: Verlassen Sie exponierte und Feuchtigkeit führende Stellen sowie Gegenstände aus Stahl wie Sicherungen o.ä., meiden Sie einzeln stehende Bäume. Suchen Sie sich eine Mulde und nehmen Sie eine hockende, zusammengekauerte Haltung mit beiden Füßen auf dem Boden ein. Sollten Sie in einer Gruppe unterwegs sein, dann verteilen Sie sich dabei großflächig.

  

- Ruhen Sie sich nach der Bergtour genügend aus!

So mancher hat die Regenerationszeit nach einer Bergtour schon unterschätzt – prüfen Sie, wie es Ihnen wirklich geht, entspannen Sie sich beispielsweise in der Sauna oder bei einer Massage und essen, trinken und schlafen Sie genügend. Mut zur Lücke: Wenn Sie einen Tag Ruhe brauchen, dann nehmen Sie sich diesen. Es bringt niemandem etwas – am wenigsten Ihnen selbst – wenn Sie am nächsten Tag geschwächt zu einer nächsten Tour aufbrechen!


Fotorechte: © saalbach.com, Christian Wöckinger

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