Saalbach

Der Name Saalbach stammt von „Salpach“ ab und weißt auf den Bach hin, der durch das Dorf fließt.

Vom armen Bauerndorf zum Skicircus

Karge Zeiten

Heute heißt dieser Bach Spielbergbach und mündet in die Saalach. Schon 1350 taucht der Ortsname erstmals auf. Noch früher hieß Saalbach aber ganz anders, nämlich „Clemb“. Die Wurzel und Bedeutung dieses Namens sind aber bis heute strittig. Die Besiedelung des Gebietes geht zurück auf das Jahr 1222. Zumindest gibt es dafür die ersten schriftlichen Nachweise. Bis 1500 sind immerhin 82 Häuser und Lehen belegt. 1498 wurde dem Ort das Marktrecht erteilt. Dies verhalf den Bewohnern zu einem bescheidenen wirtschaftlichen Aufschwung, weil die Waren und Erzeugnisse der Bauern und Glemmer nicht mehr bis nach Zell am See transportiert werden mussten. Trotzdem blieb Saalbach mit Vorder- und Hinterglemm eine arme Bauerngemeinde. Die abgelegene Lage in einem Seitental war sicher ein Hauptgrund dafür.

Erste Gehversuche mit dem Skilauf

Der Skilauf brauchte einige Anlaufzeit, bis er sich hier durchsetzte. 1898 brachte der Knecht Josef Wallner die ersten Ski aus Mürzzuschlag in die Gemeinde. Auf Umwegen gelangten sie zum Oberlehrer Peter Höll. Dieser steckte viele Saalbacher Volksschüler mit dem Skifieber an. 1901 griff auch der Lehrer Ludwig Ramsauer die Idee begeistert auf und so wurden beide Lehrer zu den Skipionieren Saalbachs. 1903 wurde Saalbach erstmals auch von Fremden (drei Juristen aus Kitzbühel) als Skigelände entdeckt. Doch die ältere Bevölkerung und der Gemeinderat sahen keinen Nutzen in diesen komischen Übungen. Es dauerte noch viele Jahre, bis der Skilauf bei allen Gemeindebewohnern Akzeptanz fand. 1912 wurde schließlich der Wintersportverein Saalbach gegründet und es fanden bereits Schülerskirennen statt. Der erste Weltkrieg warf alle Bemühungen für einige Jahre zurück. Aufgrund der schwierigen Ernährungslage wurde sogar ein Aufenthaltsverbot für Fremde ausgesprochen, was den Wintertourismus quasi unmöglich machte. 1921 wurde dieses Aufenthaltsverbot wieder aufgehoben.

Aufschwung als Skigebiet

Ab dem Winter 1924/25 ging es aufgrund der stetigen Bemühungen des Wintersportvereins Saalbach endlich bergauf. 800 Gäste wurden damals bereits gezählt und Gästequartiere waren heiß begehrt. Davon profitierte auch die Gemeinde. 1928 wurde die Dorfstraße ausgebaut und 1930 gar eine Fernsprechleitung mit Anschlüssen beim Auwirt und in der Akademiker Hütte eingerichtet. Inzwischen zählte man im Sommer 3.000 Übernachtungen und im Winter schon 30.000! Trotz politisch unsicherer Zeiten stieg die Übernachtungszahl bis 1937 auf 40.000. Das hatte man auch dem Ausbau der Straße bis Hinterglemm zu verdanken. 1945 baute man den ersten Schlepp- und Sessellift. Ein Meilenstein für den Tourismus. Ab dann ging es nur noch die Erfolgsstraße hoch mit Werbefilmen und viel Einsatz. Internationaler Höhepunkt war die Ski-WM 1991. Durch den Ausbau der Infrastruktur und Investitionen in die Zukunft ist man heute eines der weltweit bekanntesten Skigebiete mit 1.413.420 Übernachtungen (Winter 2013/2014) bei nur 2.881 Einwohnern.

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